BRAUCHEN WIR DIE E-MAIL NOCH?

Brauchen wir die E-Mail noch?
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Ob im Flugzeug, auf dem Balkon oder in der Wüste – es ist eigentlich nicht mehr wichtig, wo man arbeitet, sondern wie man arbeitet. Mit fortschrittlichen Kommunikations-Tools ist man überall auf der Welt in Kontakt mit Kollegen oder Kunden.

In einer Studie haben Cisco und BT (British Telecommunications) kürzlich herausgefunden, dass viele Manager und IT-Entscheider zunehmend unterwegs arbeiten und sich dafür bessere Kommunikations-Tools wünschen. Vor allem in den vergangenen Jahren ist das Bedürfnis nach einfachen, schnellen und effizienten Kommunikationsmitteln noch einmal massiv gestiegen.

Gerade in Deutschland sind jedoch die Entscheidungswege zwischen IT und Management oft noch lang. Bevor eine Technologie im Unternehmen eingeführt werden kann, ist sie teilweise schon wieder veraltet, und der Abstimmungsprozess für das nächste Tool beginnt wieder von vorne. In großen Unternehmen mit vielen Hundert oder gar Tausenden Mitarbeitern kommen noch weitere Hürden hinzu: Die Datensicherheit muss aufwendig geprüft und alle Mitarbeiter müssen geschult werden.

Hat die E-Mail bald ausgedient?

Start-ups und kleinere Firmen haben es etwas einfacher und sind in diesem Bereich den großen Unternehmen oft einen Schritt voraus. Messaging-Tools wie Slack oder bluekiwi sind in vielen Start-ups mittlerweile selbstverständlich und beschleunigen die Arbeitsprozesse. Anders als bei E-Mail können mit diesen Werkzeugen Daten und Nachrichten schneller und unkomplizierter verschickt und andere Dienste über Schnittstellen leicht eingebunden werden. Allerdings gibt es so viele unterschiedliche Collaboration-Tools, die auch häufig Projektmanagement-Funktionen enthalten, dass nur die Findungsphase schon einige Monate in Anspruch nehmen kann.

In der deutschen Start-up-Szene sind zudem die Apps Trello und Wunderlist extrem populär: Vor allem deshalb, weil die Tools nicht an bestimmte Geräte gebunden sind, sondern auf jedem Smartphone, Tablet und Laptop gleichermaßen funktionieren. Trello bietet Dutzende Features für die Aufgaben- und Projektverwaltung, Wunderlist wurde in kurzer Zeit zu einer der beliebtesten ToDo-Apps aller Zeiten.

Wie arbeiten wir in Zukunft?

Auch große Software-Unternehmen entwickeln oder bieten längst fortschrittliche Lösungen, die die Kommunikation per E-Mail vielleicht nicht vollständig ersetzen, aber zumindest intelligent ergänzen können. Microsoft plante, Slack für acht Milliarden US-Dollar zu übernehmen, entschied sich nun aber dafür, unter dem Namen Skype Teams ein eigenes Konkurrenzprodukt zu entwickeln. IBM hat mit Connections eine zentrale Kommunikationsplattform für Unternehmen geschaffen.

Interessant für die interaktive Zusammenarbeit ist auch der Surface Hub von Microsoft: Ein großformatiger Touchscreen mit Windows 10 und den hauseigenen Collaboration-Tools, wie Skype for Business oder OneDrive.

Der geografische Standort eines Mitarbeiters wird immer weniger wichtig. Mit VR-Brillen sind bereits heute virtuelle Meetings möglich. Da spielt es kaum noch eine Rolle, dass der CEO in New York sitzt, der Designer in London und ein anderer Mitarbeiter zu Hause in Berlin. Aber nicht nur für große Konzerne, vor allem für mittelständische Unternehmen sind schnelle Kommunikations-Tools eine große Chance, die digitale Transformation für sich zu nutzen.