„ES GEHT VOR ALLEM DARUM, ZUSAMMENHÄNGE ZU ERKENNEN“

datapine macht Business Intelligence schlauer
#Automatisierung #Big Data #Digitalisierung

Im Interview erklärt Martin Blumenau, wie er mit seinem Unternehmen datapine Business Intelligence auf ein neues Level heben will und was künstliche Intelligenz damit zu tun hat ...

TA: Mit datapine bieten Sie Ihren Kunden ein Business-Intelligence-Tool an, mit dem diese ihre Unternehmensdaten besser nutzen können. Worin liegen dabei heute die Herausforderungen?

Martin Blumenau: Was es schon länger gibt, sind Lösungen, mit denen ich Daten manipulieren, neu strukturieren und zusammenzuführen kann, sowie Tools, mit denen Informationen zumindest rudimentär visualisiert werden können. In den vergangenen Jahren ging es vor allem darum, Daten überhaupt einmal zugänglich zu machen und darauf basierend aussagekräftige Dashboards und Reports zu erstellen. Aktuell geht es aber um etwas Weitergehendes: Zusammenhänge, Muster und Anomalien in den Daten zu erkennen und daraus Entscheidungen abzuleiten – auch mithilfe künstlicher Intelligenz. Wir sind einer der ersten Anbieter, die darin wirklich stark sind. Auch, weil unser Tool lernfähig ist.

TA: Was heißt das?

Martin Blumenau: Die Software lernt anhand der Datenausschnitte, die sie auswertet. Je mehr Daten verarbeitet werden, desto besser und effektiver wird die Software und in gleichem Maß die daraus abgeleiteten Erkenntnisse.

TA: Ihre Kunden kommen aber aus sehr unterschiedlichen Bereichen und haben ganz verschiedene Anforderungen an so eine Lösung. Muss die Software dann für jeden Kunden individuell angepasst werden?

Martin Blumenau: Nein, muss sie nicht. Wir setzen bei unserer Lösung auf Machine Learning: Es gibt ein lernfähiges Tool, das sich auf verschiedenste Datenarten, Fragestellungen und Auswertungsbedürfnisse einstellen kann. Ein bisschen wie die Schuhe und die Jacke von Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“, die sich automatisch an den Träger anpasst.

TA: In einem Interview mit „Gründerszene“ haben Sie kürzlich gesagt, dass auch datapine das Bauchgefühl von Entscheidern nicht ersetzen kann. Aber das Potenzial dazu wäre schon da, oder?

Martin Blumenau: Ja, die Technik könnte das bereits. Sie kann auf Grundlage von Daten Ratschläge geben. Das würde theoretisch auch automatisiert funktionieren. Es gibt aber eine wichtige Einschränkung: Die Software kann nur Informationen miteinbeziehen, die in den Daten auch abgebildet sind. Dinge wie intern geplante strategische Änderungen oder neu hinzukommende externe Faktoren – etwa Regulierungen – sind dabei oft nicht erfasst.

TA: Verwenden Sie die datapine-Lösung eigentlich auch in Ihrem eigenen Unternehmen, um datengestützt Entscheidungen zu treffen?

Martin Blumenau: Wir nutzen unsere Tools selbst jeden Tag. Einerseits, weil uns das bei der Arbeit hilft, und andererseits, weil wir so noch schneller erkennen, an welchen Stellen wir unser Produkt verbessern können.

TA: Seit Kurzem kooperieren Sie zudem in einer Vertriebspartnerschaft auch mit TA Triumph-Adler. Was versprechen Sie sich davon?

Martin Blumenau: Ich glaube, dass beide Seiten davon profitieren: Als Start-up können wir neue Anreize und agile Denkweisen einbringen. Etablierte Unternehmen sind wiederum besser darin, langfristige Strukturen aufzubauen, und verfügen über ein umfangreiches Kunden-Netzwerk.