"DER ARBEITSPLATZ IST LÄNGST IM WANDEL."

„Der Arbeitsplatz ist längst im Wandel.”
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Mark Schulte vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC hat für TA Triumph-Adler eine Studie über den modernen Arbeitsplatz erstellt. Im Interview spricht er über die Herausforderungen und Umwälzungen, die jetzt auf Unternehmen und Angestellte zukommen.

Herr Schulte, welche Rolle spielt heute Technologie am Arbeitsplatz?

Mark Schulte: Die Menschen, die jetzt in den Arbeitsmarkt kommen, haben einen digitalen Lifestyle: Smartphones und Tablets sind allgegenwärtig. Wir können jederzeit Nachrichten lesen und E-Mails checken. Viele sind permanent online. Das überträgt sich darauf, wie wir kommunizieren. Und natürlich auch auf die Geschäftswelt.

Wie wirkt sich das konkret aus?

Young Professionals sind deutlich IT-affiner als noch vor zehn Jahren. Entsprechend hohe Anforderungen haben sie an die Ausstattung ihrer Arbeitsplätze, was Geräte angeht, was Programme angeht und was die Arbeitskultur betrifft.

Bei der für viele Unternehmen ja noch das Büro im Mittelpunkt steht.

Genau. Mitarbeiter wollen aber heute an dem Ort arbeiten, der für sie in der jeweiligen Situation am besten passt. Ob das nun zu Hause, im Büro, im Café oder im Park ist. Diese Wahlfreiheit ist für viele ein ganz zentrales Kriterium. Das Büro bleibt wichtig – aber es kommen weitere Arbeitsorte gleichberechtigt hinzu.

Welche Vorteile versprechen sich Unternehmen davon, moderne Arbeitskonzepte einzuführen?

Am wichtigsten ist, dass die Mitarbeiter produktiver sind. In unserer Studie sagen das fast zwei von drei befragten Firmen. An zweiter Stelle: die Mitarbeiter durch automatisierte Prozesse zu entlasten. So können die sich stärker mit ihren Kernthemen beschäftigen. Ein dritter Punkt ist das Thema Kosten. Wenn Mitarbeiter seltener im Büro arbeiten und ihren Arbeitsplatz frei wählen können, können Unternehmen die Zahl der Schreibtische verringern und Kosten reduzieren – denn es sind ja nie alle Mitarbeiter gleichzeitig anwesend.

Geht es also nur darum, die Produktivität zu erhöhen und die Kosten zu senken?

Nein, es geht um mehr: Nämlich auch darum, bestehende Strukturen aufzubrechen, nicht mehr die ständige Präsenz des Mitarbeiters im Büro zu verlangen. Der dann auch mehr Selbstbestimmung als früher hat. Dafür brauchen die Mitarbeiter das Vertrauen des Arbeitgebers, dass sie auch außerhalb des Büros Leistung bringen können. Unternehmen müssen das wollen und leben, vor allem die Führungskräfte. Sonst funktioniert es nicht.

Für manchen ist das vielleicht trotzdem nur ein Strohfeuer.

Wer so denkt, ist schlecht beraten. Dass sich der Arbeitsplatz längst im Wandel befindet, ist keine Plattitüde, sondern ein Fakt. Die Unternehmen müssen sich damit auseinandersetzen, wenn sie nicht im Wettbewerb zurückfallen wollen. Wer das nicht tut, dem wird bald die Basis für talentierte Mitarbeiter fehlen. Wir haben auf unserer Eventreihe „Future Business World“ mit TA Triumph-Adler gemerkt, dass dieses Thema in der Wirtschaft bereits angekommen ist und dass hier die Abteilungen für „Human Resources“ eng mit der IT zusammenarbeiten müssen. Für Führungskräfte wird es immer selbstverständlicher, künftig jede geschäftliche Information zu jeder Zeit und von jedem Ort abrufen zu können. Und dass die Bedeutung von Daten und Informationen als Wert an sich künftig noch deutlich zunehmen wird.