PRIVATE GERÄTE IN DER FIRMA: SO FUNKTIONIERT BYOD

Private Geräte in der Firma: So funktioniert BYOD
#Effizienz #Arbeitswelt #Digitalisierung #Arbeitsplatz der Zukunft

Wenn die Mitarbeiter private Geräte nutzen können, bringt das viele Vorteile – aber auch einige Herausforderungen für die Sicherheit. Was Unternehmen jetzt beachten müssen. 

BYOD ist die Abkürzung für „Bring Your Own Device“ und damit für das Konzept, dass Mitarbeiter ihre eigenen Geräte für die Arbeit nutzen können. Dabei geht es nicht nur um das eigene Smartphone oder den eigenen Laptop, sondern zunehmend auch um die damit verwendete Software und genutzten Online-Services. Praktische Anwendungen wie der Terminfinder Doodle oder der Cloud-Dienst Dropbox können einem schließlich auch im beruflichen Alltag das Leben leichter machen.

BYOD hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter durchgesetzt, denn es bietet viele Vorteile. So wirkt es sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus, wenn sie die Arbeitsmittel wählen können, die sie für praktisch halten und mit denen sie am besten zurechtkommen. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter wiederum arbeiten in der Regel effizienter. Zudem kann BYOD helfen, sich als moderner Arbeitgeber zu präsentieren. Ein weiterer Vorteil: Das Unternehmen spart sich einiges an Anschaffungskosten für Arbeitsmittel. Allerdings werden meist zusätzliche Administrations- und Sicherheitsmaßnahmen nötig.

Nicht nur deshalb sollten Unternehmen BYOD nur dann einsetzen, wenn dieser Einsatz genau durchdacht ist – trotz der vielen Vorteile. Der Branchenverband Bitkom rät dazu, ein Konzept zur Einführung aufzusetzen. In einem Leitfaden gibt er einen Überblick, was alles beachtet werden muss: Wie kann man private und berufliche Daten sauber trennen? Wie schützt man sensible Daten? Was passiert, wenn ein Gerät verloren geht? Wie stellen Unternehmen sicher, dass jeder Mitarbeiter die nötigen Informationen und Zugänge auf seinem Gerät hat?

Um festzulegen, was erlaubt ist und was nicht, sollten die IT-Verantwortlichen Richtlinien aufstellen, die zum Beispiel die sicherheitstechnischen Vorgaben sowie Kontroll- und Zugriffsrechte beinhalten. Grundsätzlich sind Unternehmen für sämtliche geschäftlichen Daten verantwortlich, daher sollten sie jederzeit die Kontrolle darüber behalten. Über Mobile-Device-Management-Lösungen können Unternehmen die Geräte zentral verwalten und im Notfall sperren. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten, sensible Daten zu schützen. Zum Beispiel erlaubt es das sogenannte „Sandboxing“, bestimmte Anwendungen in einem abgeschirmten Bereich des Geräts sicher zu nutzen.