WIE ETABLIERTE FIRMEN VON START-UPS LERNEN KÖNNEN

Wie etablierte Firmen von Start-ups lernen können
#Effizienz #Wirtschaft #Digitalisierung #Zukunft #Wandel #Produktivität

Wer im eigenen Saft schmort, entwickelt sich nicht weiter. Deshalb arbeiten etablierte Unternehmen immer häufiger mit Start-ups zusammen. Für beide eine Win-win-Situation. 

Mitarbeiter eines etablierten Unternehmens erfreuen sich in der Regel an klaren Strukturen und einem angemessenen Gehalt. In Start-ups hingegen wird häufig viel gearbeitet und weniger bezahlt. Doch was junge Unternehmen ihren Angestellten bieten, ist bei mittelständischen Firmen manchmal schon verloren gegangen.

Keine Angst vorm Scheitern

Alteingesessenen Betrieben fehlen häufig die Fähigkeiten, das Scheitern von Ideen, Produkten oder Ansätzen nicht auch als Chance zu verstehen. Für Jungunternehmer ist das aber Teil des Lernprozesses. Indem sie Lösungen ausprobieren und diese vielleicht missglücken, gelangen sie zu innovativen Ansätzen.

Mitarbeiter in Start-ups können häufig mehr an Entscheidungen mitwirken als ihre Kollegen in größeren Unternehmen. Die Führungsstrukturen und Machtverhältnisse sind dort meist festgefügter und wenig flexibel. 

Wer stärker in das Gelingen eines Projektes involviert ist, hat häufig eine höhere Arbeitsmotivation. Auch der Führungsstil in jungen Unternehmen ist partnerschaftlicher: Mitarbeiter steigen keine vorgeschriebene Karriereleiter hinauf, sondern erhalten oft deutlich schneller verantwortungsvolle Aufgaben und Positionen. Auch Konzerne sollten langfristig darüber nachdenken, wie sie ihren Angestellten mehr Eigenverantwortung ermöglichen können. Denn wer mitentscheiden kann, engagiert sich intensiver.

Digitalisierung als Chance und Herausforderung

Auch TA Triumph-Adler beschäftigt sich damit, wie Start-ups und etablierte Unternehmen sinnvoll zusammenarbeiten können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Traditionsbetriebe erhalten neuen Schwung und frische Ideen für alte Abläufe. Start-ups profitieren von den Erfahrungen, Ressourcen und der Vertriebsexpertise der etablierten Unternehmen.

Auf der Impulse-Konferenz „Aus Fehlern lernen“ am 3. November in Düsseldorf ging es im Workshop von TA Triumph-Adler auch um die Digitalisierung der Märkte und wie die digitale Transformation im Unternehmen durch Kooperationen mit der Gründerszene gestartet werden können: Während etablierte Unternehmen zumeist eher zögerlich versuchen, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, wächst die Anzahl an Start-ups mit innovativen Ideen scheinbar sekündlich. In den meisten Start-ups existiert eine gesunde Fehlerkultur. Es werden neue Dinge ausprobiert und Fehlversuche positiv aufgenommen, weil man aus ihnen lernen kann. Mittelständische Unternehmen sollten sich eine Scheibe davon abschneiden und diese Kultur auch für sich entdecken.

In den vergangenen Jahren sind immer mehr traditionelle Unternehmen auf junge Technologiefirmen zugegangen, um sich auszutauschen. Die Innovationskraft der Gründer- und Start-up-Szene bietet ein riesiges Potenzial, und mit der Erfahrung von etablierten mittelständigen Unternehmen entsteht eine perfekte Zusammenarbeit. Wenn man es richtig macht, ist es ein Gewinn für beide Partner.