KONFERENZ AM HPI: WAS BRAUCHT DIE WIRTSCHAFT DER ZUKUNFT?

Was braucht die Wirtschaft der Zukunft?
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Um den Arbeitsmarkt in der digitalen Zukunft ging es vor Kurzem am Hasso-Platter-Institut (HPI) in Potsdam: Auf der „i4j“-Konferenz diskutierten prominente Experten darüber, wie sich Wirtschaft und Arbeitswelt durch Digitalisierung und Automatisierung verändern.

Das neue Arbeiten ist in Deutschland angekommen: Arbeitsministerin Nahles hat mit ihrer Initiative Arbeiten 4.0 das Thema für sich entdeckt, und auch große Unternehmen wie Microsoft, Daimler, Lufthansa, Siemens und Henkel versuchen, die Arbeit ihrer Mitarbeiter zu verbessern und zu modernisieren.

Mit Smartphone und Notebook werden viele Arbeitsplätze unabhängig vom Büro. Doch nicht alle Firmen scheinen bereit dafür. „Unternehmen konzentrieren sich heute darauf, dass sie mit Dingen Geld verdienen. Wir müssen aber viel mehr den einzelnen Menschen betrachten“, sagte David Nordfors in seiner Keynote. Nordfors ist Vorsitzender der kalifornischen Initiative „i4j“ (Innovation for Jobs), die Veranstalter der Konferenz in Potsdam waren.

Appell: Mut zur Innovation zeigen
Viele hochkarätige Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen an der Konferenz teil, darunter Thomas Jarzombek (Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Digitale Agenda), David Hanf (Vorstand des Bundesverbands Deutsche Start-ups), Dr. Christian Illek (Personalvorstand der Deutschen Telekom AG) und Yasmin Fahimi (Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales).

Christopher Rheidt, Geschäftsführer der TA Triumph-Adler, war Speaker auf der Paneldiskussion „Kompetenzen: digital vs. analog“. Der Tenor dort war eindeutig: Jetzt ist der Moment, in dem mehr Mut zur Innovation von Unternehmen gefordert und neue Arbeitskulturen etabliert werden müssen. „Unternehmen brauchen im digitalen Zeitalter vor allem Geschwindigkeit und Kreativität. Und auch eine gewisse Leichtigkeit tut ihnen gut“, sagte Christopher Rheidt. Der amerikanische Autor und Kolumnist Steven Hill hob indes hervor, wie groß die Leistung der deutschen Unternehmen sei, bei aller vielleicht berechtigten Kritik: „Der deutsche Mittelstand ist um ein Vielfaches kreativer als Google, Apple oder Facebook: Denn er schafft Jobs.“

Konkrete Ideen für eine digitale Zukunft
Es ging aber auf der Konferenz auch um ganz konkrete Technologien für die Zukunft. Monique Morrow, Chief Technology Officer von Cisco, präsentierte in Potsdam die „SHE platform“: Eine IT-Plattform, die Frauen den Einstieg in die Arbeitswelt der Informationstechnologie deutlich erleichtern soll.

HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel war der Ansicht, dass die Vermittlung digitaler Kompetenzen schon in Schule und Uni anfangen sollte: „Universitäten müssen Begleiter für lebenslanges Lernen werden. Dafür drängt sich das Internet als Weg förmlich auf. Mit neuen Lernformaten wie offenen Online-Kursen – sogenannten Massive Open Online Courses (MOOCs) – können wir auch Berufstätige an die Hochschulen holen und Menschen einbinden, die nicht oder noch nicht studiert haben.“