hub17: DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK

hub17: Das Wichtigste auf einen Blick
#Digitalisierung #Effizienz #Wirtschaft

3.000 Teilnehmer, mehr als 180 Sprecher, 500 Start-ups, 7 Bühnen – und unzählige Ideen. Das interaktive Business-Festival bot ein ganzheitliches Erlebnis aus Konferenz, Workshops und Technologie zum Ausprobieren. Am Ende des Tages rauchten die Köpfe. Die spannendsten Speaker und ihre Thesen. 

Gastgeber und IT-Branchenverband Bitkom vereinte Menschen aus aller Welt, die in diesem Jahr über die Schwerpunkte Logistik, Mobilität, InsurTech, FinTech und Industrie diskutierten. „Auf der hub.berlin sprechen wir nicht nur über Digitalisierung, wir machen sie erlebbar. Hier wird anfassbar, was digital in Zukunft bedeutet, wie sich damit unser Leben und unsere Wirtschaft verändern und welche Chancen sich bieten“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Besonders heiß diskutiert wurden die Herausforderungen der Digitalisierung. 

Appel sprach in seinem Vortrag über Logistik 4.0 und appellierte an die Gäste: „Digitalisierung wird die Dinge vereinfachen – wir müssen die Veränderung nur umarmen und aktiv mitgestalten.“ Worauf es dabei ankommt? „Ausreichende Kenntnisse und die richtige Schwerpunktsetzung.“ Damit will Appel mit der Deutschen Post in Zukunft eine globale Führungsrolle einnehmen und auch Start-ups als Kooperationspartner mit einbinden.

Nils Seger, Co-Founder RCKT (Rocket Communications), referierte darüber, was Unternehmen von Start-ups lernen können. „In erster Linie ist es ein Kulturthema und Leitsatz. Für Corporates ist groß denken der Schlüssel für Wachstum, und dafür braucht man eine Vision.“ Diese Haltung muss im Unternehmen etabliert werden, und zwar genau da, wo man sie haben will, und genau in dem Bereich, in dem man wachsen möchte. Seine Empfehlung? Ein sogenanntes ‚Change Programm’. Laut Seger ist es außerdem wichtig, Potenziale nicht ziehen zu lassen. „Wir müssen mutiger mit unseren Investments sein. Lasst die Leute mit ihren Ideen nicht ins Silicon Valley verschwinden – behaltet sie hier!“

Verena Bahlsen, Co-Founder HERMANN’s, ging auf die Herausforderung ein, ein Familienunternehmen in die digitale Zukunft zu führen. „Als Unternehmen ist die eigene Identität wichtig, besonders in Zeiten der Digitalisierung.“ Besinnen sollte man sich auf seine Kernkompetenz. „Es geht darum, wie wir als Unternehmen langfristig funktionieren. Die Digitalisierung ist dabei ‚nur‘ ein Vehikel.“ Man solle auch mal einen Schritt zurückgehen: „Wir nennen das die professionelle Langsamkeit.“ Fragen solle man sich: Wer sind wir, und wer wollen wir langfristig sein? „Wenn wir jetzt reaktiv auf alle möglichen Züge aufspringen, dann verzetteln wir uns und verlieren unsere Identität.“ Ob Mitarbeiter Angst um ihre Stellen haben müssen? „Im Zuge der Digitalisierung fallen Stellen weg, ja. Aber niemand spricht darüber, was für eine unglaubliche Bandbreite an neuen Jobs entstehen wird!“

Orli Gan, Leiter Produktentwicklung Gefahrenabwehr Check Point Software Technologies, stellte am Ende des Tages klar, dass es ohne IT-Security kein Vertrauen in die Digitalisierung geben kann. „Die Realität ist jedoch, dass die meisten Unternehmen nicht geschützt sind. Es wird erst gehandelt, wenn es schon zu spät ist!“ 2017 war ein Rekordjahr, was Cyberkriminalität betrifft, und Gan warnte, dass 2018 nicht anders werde, wenn wir nicht aufwachen. „Es kann uns immer treffen, und geschützt sind wir erst, wenn wir das Risiko verstanden haben und zur Priorität machen.“ Die Verantwortung teilen sich die Unternehmen mit ihren Kunden.

Unser Fazit: Die hub Konferenz zeigt, wie sehr die große Transformation der Digitalisierung voranschreitet und in immer mehr und immer tiefere Bereiche der Wirtschaft vordringt. Im Bereich Dokumenten- und Informationsmanagement können wir Ihnen übrigens helfen – als Digitalisierer des Mittelstandes.