KOLLEGE ROBOTER SCHWEIßT DIREKT NEBENAN

Kollege Roboter schweißt direkt nebenan
#Effizienz #Robotik #Digitalisierung #Automatisierung #Industrie

Industrieroboter helfen bislang vor allem in der Produktion großer Konzerne. Dank neuer Technologien können jetzt auch kleinere Betriebe von der Automatisierung profitieren. Mensch und Maschine rücken enger zusammen.  

Mit 292 Robotern pro 10.000 Arbeitnehmern zählt die deutsche Wirtschaft weltweit zu den am stärksten automatisierten Standorten. Bislang helfen Automaten vor allem in großen Konzernen – doch das ändert sich gerade.

Vorreiter ist die Industrie. Nach einer Umfrage der Fachmesse Automatica aus dem Jahr 2016 schätzen 86 Prozent aller Manager, dass vernetzte Roboter die Fertigung revolutionieren werden, egal wie groß der Betrieb ist.

Für das Jahr 2017 machen Experten zwei große Trends aus: künstliche Intelligenz und Service-Roboter, die Experten Cobots nennen.

 

Cobots kooperieren mit Menschen

Im Haushalt sind sie schon angekommen: Roboter, die Staub saugen oder Rasen mähen. Diese Nähe zwischen Mensch und Maschine war in der Industrie lange undenkbar. Heute arbeiten Produktionsroboter auch noch nicht Hand in Hand mit den Arbeitern, sondern schweißen und lackieren aus Sicherheitsgründen streng von ihnen getrennt.

Das wird sich mit den Cobots ändern. Sie wurden erst mit Einführung der Leichtbaumethode möglich. So sind sie günstiger, flexibler und ungefährlicher.

Für Mittelständler löst das zwei Probleme: Sie können Roboter auch schon bei geringeren Stückzahlen einsetzen. Und die Maschinen sind schneller rentabel.

Ein Beispiel ist iiwa. Der einarmige Automat reagiert präzise, wenn Menschen ihn zu einem bestimmten Punkt dirigieren. Er hilft zum Beispiel bei Bohrarbeiten.

 

Künstliche Intelligenz verbessert Workflows

Auch virtuelle Helfer sind auf dem Vorschmarsch: Chatbots, die zum Beispiel Onlinehändler nutzen. Chatbots beantworten Kundenfragen und entlasten so den Support von Unternehmen. Einer Bitkom-Umfrage vom Januar 2017 zufolge kommen die digitalen Servicemitarbeiter gut an: Jeder vierte Deutsche kann sich vorstellen, mit ihnen zu kommunizieren.

Eine andere Variante wurde im März auf der CeBIT vorgestellt: ein Sprachassistent für die Finanzbuchhaltung. Bislang beantwortet er einfache Fragen zu Umsatz oder Kunden, soll aber bald deutlich mehr können.

Weiteres Beispiel für Anwendungen aus dem Bereich der künstlichen Inteligenz ist die intelligente Dokumenten-Software von TA Triumph-Adler. Sie analysiert eingehende E-Mails oder Dokumente, stellt den Kontext zu vorhandenen Informationen her und optimiert so den Workflow im Unternehmen.